Jazzuism

Das Herz ist voll. Der Kopf ist leer. Der Bauch strahlt beruhigend vor sich hin, im Zentrum des Geschehens schwebt sanft, die Aufmerksamkeit. Wie schaffe ich das nur immer wieder?!
Die Spielregel war folgende, eine Gitarrenspur ging als Einladung raus, ein anderer „Track“ kam zurück und es stückelte sich etwas zusammen. Etwas mit viel Zeit.

Jazzuism war die Einladung an viele Musiker aus allen erdenklichen Sparten, sich über alle musikalischen oder sozialen Grenzen hinweg zusammenzusetzen und ein Statement für die Musik, über die Musik ab zu geben.
Durch meine eigene musikalische Arbeit war es mir, im Laufe der Jahre, vergönnt, viele interessante und inspirierende Musiker kennen lernen zu dürfen.
Meiner Einladung folgend, sich auf etwas musikalisches einzulassen, entstanden so viele Projekte, welche unterschiedlicher nicht hätten sein können, jedoch alle mit einer Gemeinsamkeit, der unbedingten Hingabe an die Musik und dem freien Prozess ihres Erschaffens.
Frei von Erwartungen und jenseits von Terminen entstand so eine Auswahl von Stücken, die ein Derivat darstellen, aus ungefähr 2 Jahren. Die Idee, das Mem, das Motto, das sie eint ist „JAZZUISM“.

Jazzuism, Jazzuismus ist ein inszenierter Widerspruch oder kurz: „Blabla.“
Der -ismus im Jazz, das Klugscheissen sozusagen, führte ja, historisch gesehen, zur Degradierung in den Bereich Fahrstuhlmusik, dennoch bleibt das Wort „Jazz“ eines der elitärsten im Bereich der modernen westlichen Musik.

Jazz.

Puhhh…..wenn ich dieses Wort so allein in einer Zeile stehen sehe…..was ist Punk!?

Sofern die europäische Kultur der afroamerikanischen hier einen Begriff geklaut hat, tut mir das leid, es ist bedauerlich. Viel schlimmer jedoch ist, jene Ignoranz, welche in der Haltung zum Ausdruck kommt, in der alles erstarrt zu sein scheint.  Sich seiner Freiheit zu nähern, ohne nicht gleich mit der Frage konfrontiert zu werden, ob man das darf und ob man auch eine Genehmigung hätte.

Das Joch der musikalischen Monotonie 4 x 4 , quadratisch, praktisch, gut, einen Einheitsbrei abzuliefern. Das inflationäre Dengeln einer, immer derselben, Melodie.
Kein Wunder, dass Fahrstuhlmusik heutzutage weitaus intelligenter daher kommt, als das, was auf so mancher grossen Bühne passiert. Wenn Essenz durch Formalität ersetzt wird .

Ein instrumentales Stück Musik, intelligent gespielt, ist fast das r-evolutionärste was es gibt. Es lässt dem Menschen 360° Entscheidungsfreiheit und fördert seine Selbstwahrnehmung. Es ideologisiert ihn nicht mit Thesen oder Ideen, es lässt ihn Spiegel sein oder ist es selbst. Es erschliesst sich neuronale Bahnen ganz von allein. Der Inhalt erschliesst sich von selbst, ohne sich noch beschreiben zu müssen.

Wer das erst einmal begriffen hat, hat auch erkannt, dass es Grenzen nur im Denken, in der Wahrnehmung oder in der Haltung gibt, nicht unbedingt in der Natur einer Sache…(…was ja auch ein paar Texte widerum nicht ausschliesst.)

Als Gastmusiker zu hören::

1) Danger Zone
Vocals: Begüm Tüzemen
Piano: Sinem Altan

2) David
Drums: Achim Färber
Interviewauszüge/Voice: David Judson Clemmons

3) Arschlöcher
Lyrik geschrieben und gesprochen von LMNZ

4) First Lesson
Saxophon: Rainer Theobald
Vibraphone: Nils Rohwer

5) Freysal
Vocals: Yve Ehler Klatte  (Textzitat Naguib Mahfouz)

6) Get the tone
Backing Vocals: Yve Ehler Klatte
Drums: Achim Färber
Harp: Harps Puschke
Keyboard: Mathias Klatte

7) Occupy yourself
Drums: Achim Färber
Harps: Harps Puschke
Keyboards: Mathias Klatte

8) Schlosspark
Udu und Marimba: Nils Rohwer

9) Schwebende Objekte
Balama und Flöte: Özgür Ersoy

10) Thinking about Charles
Vibraphon: Nils Rohwer

11) Timeless speech
Saxophon: Rainer Theobald
Drums: Achim Färber
Harps: Harps Puschke

Das Album ist hier erhältlich:

itunes:
DE:    https://itunes.apple.com/de/album/jazzuism/id1172341403
UK:    https://itunes.apple.com/uk/album/jazzuism/id1172341403
US:    https://itunes.apple.com/us/album/jazzuism/id1172341403

Amazon:
DE:  http://www.amazon.de/gp/product/B01MFGM0E5/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=B01MFGM0E5&linkCode=as2&tag=setalight-21
US:    https://www.amazon.com/gp/product/B01MQDOMNW/
UK:    https://www.amazon.co.uk/dp/B01MQDCKXN/

Google Play Store:
https://play.google.com/store/music/album/Carsten_Klatte_Jazzuism?id=Bokqo6l5rm3fr7llptpofhru5le

STREAMING Platformen u.a.:
Spotify:    https://open.spotify.com/album/6DyrO03TfEHqRYmoAx1q5u
Deezer:    http://www.deezer.com/album/14462078
Groove:    https://www.microsoft.com/de-de/store/music/album/carsten-klatte/jazzuism/8d6kgwx2nv65
Tidal (ehem. WiMP):    https://listen.tidal.com/album/66782532

All Music and Lyrics written by Carsten Klatte except:
Arschlöcher: Words by Markus Gram
Freysal: Words by Naguib Mahfouz.

Performed and produced by Carsten Klatte @ Mental Radio Station, Berlin
Drums recorded by Volker Wassmann @ X17 Studio, Berlin.
Mastered by Karin Rüter @ Temple Mastering, Freiburg.

Additional musicians and friends I would like to thank:

Tobias Wendisch, Nancy Darnell, Marcus Thomas, Nikolaus Herrdieckerhoff, Lisa Ohm. Sebastian Scheibe, Berthold Seliger, Friedrich Paravicini, Sandi Smrlian, to name just a few…

Arts against Culture !

Arts against Culture.

Der Versuch eines Pamphlets.

Der Versuch ist „für den Arsch“. Kunst hat sich der Sozialisation schon immer verweigert. Jedenfalls in letzter Konsequenz. Die Kultur ist der Feind der Kunst. Jeder wirkliche Mensch (im kreativen Bereich arbeitend) spürt das. Kunst, als Metabolismus ist nicht zwingend kreativ und muss auch nicht gefallen. Kunst muss gar nichts.  Kunst ist kein Produkt, noch nicht einmal ein Prozess, wenn man von perfekter Natürlichkeit ausgeht, was wir gar nicht (mehr) können. Wir haben die Kunst verlernt. Wir haben die Wahrnehmung verloren. Den Sinn und die Fähigkeit zu differenzieren haben wir eingebüßt. Wir sind domestizierter als der Papst, immer diese Entschuldigungen von Menschen, die im kreativen (kulturischen) Bereich tätig sind, dass sie noch nicht im Call Center arbeiten…..

Irgendwann ist auch mal Schluss.

Arts against Culture. Künste gegen Kultur.

Weil es nicht sein kann, dass man an Berliner Musiktheatern für 5 Euro die Stunde arbeiten muss und so noch unter Hartz 4 liegt…..

„Kunst trotz(t) Armut.“ (Gesehen in Berlin/Kreuzberg.)
Im Netz liest man zur Zeit immer wieder das Brecht´sche Zitat von Unrecht und Recht und Widerstand und Pflicht. Ich würde in diesem Fall eher eine Analogie zum Entropie Gesetz in der Natur ziehen, so jedenfalls schrieb ich es in meinem Brief an den Berliner Kultursenatsss-Staatssss-Sekretär Tim Renner, dass ich mir sicher bin, ihn zu überleben, da ich Künstler bin und weder wirtschaftlicher Tod noch sonstwas mich davon abhalten können, einen „Metabolismus Kunst“ zu leben.
Hier ein Auszug aus meinem Brief an Tim Renner:

Sehr geehrter Herr Renner.                             Berlin. 29.02.2016

Betreff: Für ein bedingungsloses Kultureinkommen.

Ich hoffe, sie nehmen sich die Zeit, diesen meinen Brief an sie auch zu lesen, sprich , soweit sie das können, gelesenes auch zu verarbeiten und nicht nur zu scannen. Es wäre der Respekt, da sie ja Person des öffentlichen Lebens sind , den ein Staatssekretär einem Bürger entgegenbringen könnte, ihm zumindest ein Ohr zu leihen.
(………………)
Sie sind jetzt quasi dreimal in meinem Leben aufgetaucht. Das erste mal trafen wir uns 2001, als ich mit (…..) bei (…) einen Deal machten, damals mit dem neu gestarteten Projekt „Care Company“. Das zweite mal trafen wir uns bei dem Casting zur ersten Staffel „Voice of Germany“ wohin mich mein damaliger Kollege (….) eingeladen hatte, mit den Worten „man suche Leute mit Ecken und Kanten“. Ich glaube sogar, sie waren es damals selbst, als Pro7 mich ablehnte als „Underdog“ und „zu polarisierend“, der sagte „….und wenn Johnny Cash hier rein kommen würde, dann würdet ihr (Pro7) den auch nicht nehmen…“ Das dritte mal nun laufen sie mir quasi jetzt über den Weg und das ständig und es ist wirklich, ehrlich gesagt, etwas anstrengend, sich mit ihrer anscheinend privatwirtschaftlich inspirierten Kulturpolitik auseinander zu setzen. Ich arbeite jetzt seit 2 Jahren am (…) Musik Theater.

Wissen sie, mir kann man nicht erzählen, weil so ein Eindruck entstanden ist,  die Kindertheaterszene Berlin sei etwas „hinterwäldlerisch“, nur weil quasi kein High Tech auf der Bühne steht  oder kein „Harry Potter“ stattfindet, oder „World of Warcraft“, oder ähnliches. Mal plakativ gesprochen.
Ich selbst hatte beim aktuellen (…) Stück „Alle da“ die musikalische Leitung. Die musikalische Aussage dieses Stückes beruht auf der Behauptung, dass eine Handy App , mit der man Beats aus dem Internet laden kann, heutzutage mehr Durchschlagskraft hat, als eine alte Punkrock Gitarre. Hip Hop Acts werden, zum Beispiel im Iran, auf die schwarze Liste gesetzt. In Uganda, sie kennen bestimmt die Geschichte der Kindersoldaten des „General Kony“, ist es der Breakdance, da er wertfrei ist, der den Norden und den Süden des Landes wieder zusammenbrachte.
In Kreuzberg wird Freestyle als Streetwork verstanden, weil es de-eskalierend wirkt.
Wie könnte man zeitgemässer sein?
(Das Stück „Alle da“ enstand im Frühjahr 2015, womit das (…) zur Premiere im September 2015, als die Flüchtlingsströme eintrafen, als einziges Kinder- und Jugendtheater Berlins dieses Thema schon aufgestellt hatte.)
(…………………..)
(Da das Kindertheater meines Wissens nach der einzige Bereich ist, wo so intensiv mit Pädagogen zusammen gearbeitet wird, ist es auch für die Integrationsthematik als kompetent anzusehen, worüber bisher noch wenig bis gar nicht diskutiert wurde, da man ja ständig über „Bananen“ lamentieren muss. )

Wahrscheinlich würden sie mir, sofern es überhaupt zum „Du“ kommen würde, beim Bier durch die Blume freundlich sagen, ich hätte halt Pech gehabt und bin halt im falschen Theater. …..sie haben ja gerade drei weitere Millionen(!) in die (…) hinein gepumpt, für wen auch immer. Die Zahlen kennen sie ja selbst, die haben sie ja so hin gelegt. 600 000 Euro für die Kindertheater (zusammengefasst).
(…….)
Ich würde mich freuen, wenn sie mich mal zum Kaffee einladen würden, dass wir mal „Du“ sagen könnten, aber ehrlich gesagt bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob sie diesen Brief überhaupt zu Ende lesen, da er ja von so ´ner „Kackbratze aus m (…)“ kommt, was ja dann auch nicht mehr stimmte, da ich ja bald dort , als Freelancer , nicht mehr arbeiten kann, da die Subventionen fehlen.
Abschliessend sei noch gesagt, dass ich diesen Brief eigentlich mit „Der DadaDA Staatssekretär Berlins“ unterzeichnen wollte,  da ich schon 2013 den DadaDAismus in einer Lesung im Centraltheater Leipzig ausrief,  frappierende Ähnlichkeiten bestimmter Entwicklungen erkennend, was die Vergangenheit angeht. Ich unterlasse das. Ich lasse es, weil ich  Ihnen nicht den Eindruck vermitteln möchte, Sie nicht ernst zu nehmen. Ich nehme Sie leider sehr ernst, ich muss es. Ihre Politik bedroht aktuell gerade meine Existenz .
Da ich Künstler bin und selbst der wirtschaftliche Tod mich nicht abhalten würde, Kunst zu machen, und Sie eben kulturverantwortlicher Entscheider, was kontraproduktiv zur Kunst ist , ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass es mich noch geben wird, wenn Sie als „Meme“ in der „Kulturlandschaft“ verschwunden sind.  Ich hätte es nur schön gefunden, den Konflikt, welcher zwischen uns „Kunstfiguren“ tobt auf humaner und privater Ebene beizulegen, ohne es auf einen „offenen Kulturkonflikt“ anzulegen, da ein Ignorieren ihrerseits , theoretisch zum Entstehen einer „Subkultur“ führte, welche es im Internet-Zeitalter eigentlich  nicht mehr gibt. So etwas zeigt, wie veraltet dieses/ihr Denken ist, wenn es solche Konsequenzen hätte.
Dazu kommt, dass  ein Theater/Pädagogisches Arbeiten notwendig ist, in Zeiten der ganzen „(…) Vollidioten Arschlöcher“ da draussen, denen wir eigentlich entgegen zu arbeiten hätten, aber sie haben uns ja quasi gerade „das Wasser“ abgedreht.

Freu mich auf nen Kaffee…. ;o)) zumindest Danke fürs Durchhalten. Keine Antwort ist auch ne Antwort. Wir werden uns eh irgendwo , irgendwann begegnen.…..ich mir jedenfalls gern, was ich ihnen auch wünsche.
Einen Song werde ich auch noch beilegen, das ist bei mir so Gang und Gäbe, ich verabschiede mich jetzt mit  einem echten , ehrlichen Kreuzköllner „Salam Aleikum“. Und Danke.

Hochachtungsvoll:
Carsten Klatte.

(Der Song war übrigens „Endlich ein Mensch“. Den kann man an anderer Stelle hier auf dieser Site hören und sehen. Es gibt dazu auch ein Video.)

Natürlich blieb die Antwort aus. Natürlich wird man belächelt. Der einzige Unterschied zu den 80er Jahren ist zur Zeit der, dass keine „Tödliche Doris“ am Berliner Anhalter Bahnhof steht und Musik macht. Die machten das damals einfach so, nicht um Kohle zu machen…..

Dada und der Surrealismus waren keine Kunstformen, als sie entstanden, es waren Bioüberlebensstrategien , wenn überhaupt. Wahrscheinlich, metabolisch herunter gebrochen, waren sie einfach nur der perfekte Wahnsinn einiger noch halb gesunder Menschen in Zeiten, welche unsere indischen Brüder mit einem einzigen Namen bezeichnen: „Kali Yuga“. Also scheiss drauf.
Warum ist ein Selbstmordattentäter in deinem Kopf? Du weisst gar nicht ob er existiert. Primär bist du ein Programm der Medien, denn die Infos werden erst in deinem Kopf zusammen gesetzt. DU bist das Programm. Und du bist so herrlich kulturisch. So zivilisiert stur, so kommerziell verroht und stumpf. Einen Pinsel gegen einen (weiteren) Sprengstoffgürtel einzutauschen würde heissen, sich einfach nur kulturisch eliminieren zu lassen. Warum gibt es Selbstmordattentäter in deinem Hirn? Weil dein Pinsel nicht radikal genug ist! Weil deine Gitarre nicht mehr brennt und damit ist dein Schaffen schon jetzt………tot.

Es gibt halt andere Kulturen auf dieser Welt, welche diese Borniertheit und Tot-heit auch nicht mehr ertragen und die sprengen sich dann halt in die Luft. Für dich, ein Zeichen in den Medien, in deinem Hirn, in deinem Programm, welches du bist, dass du dich endlich wehrst oder zugrunde gehst. (Eigentlich können wir davon ausgehen, dass das bezahlte Vollidioten sind, was den Wahnsinn und den Schmerz dahinter aber nicht schmälert.) Selbstmordattentate sind KEINE Kunst !!! Sie sind ideologisch und somit ineffektiv ! Einzig der Wahnsinn dahinter und der Schmerz transportieren einen Irrsinn in dein Hirn, welches eigentlich deinen eigenen Schmerz demonstriert, deine eigene Ohnmacht, da, laut Medien, ein Dialog deinerseits verunmöglicht wird.

Arts against Culture. Das heisst, dass sich die Künste nun erheben mögen, sofern sie als Metabolismus verstanden werden KÖNNEN, denn es ist die Zeit, in der so etwas nun einmal geschieht. Wenn sich die Künste nicht erheben, wird eben alles zugrunde gehen, denn dann verliert nur das die Bodenhaftung, was guten Gewissen als kultürliches End(darm)produkt unserer Gesellschaft bezeichnet werden kann und auf die/das kann man dann künftig gerne verzichten.

Es ist so ähnlich wie mit der Erde und den Menschen. Die Erde KANN vom Menschen nicht zerstört werden, da er Teil ihres Systems ist und nicht umgekehrt. natürliche Kybernetik würde einfach einen Regelkreis schalten, in welchem das Problem „Mensch“ einfach mal entsorgt wird und dann wäre wieder Ruhe im Karton. Somit ist selbst jede Befürchtung, die Erde könnte untergehen und/oder so etwas, reiner Egoismus im Sinne eines fehlenden Tellerrandes über den man zu blicken geneigt wäre……Not ist in dieser Situation oftmals wirklich eine effektive Hilfestellung zur Aktivierung des eigenen Potentials. Leider.

Die besagte Not ist anscheinend aber noch nicht in allen Hirnen angekommen, sonst hätte man die metabolischen Fähigkeiten des Geistfeldes „Mensch/Kunst“ schon längst wieder zu nutzen gelernt. Man hatte es anscheinend doch noch nicht nötig, was zeigt, wie man ideologisch fremdbestimmt daher geht.
Umgedreht: Da hat man sich also aus seiner perfekten Wildnis heraus begeben und ist in die Städte gegangen. Steht sogar mit einem Bein in der Zivilisation und denkt, man könnte sich als kultiviertes Wesen auch kulturisch verhalten. Man geht an öffentliche Häuser und dann fängt das Übel an. Früher in den 80er dachte man immer: „Ey scheiss auf das Establishment. Ich mach mir mein eigenes Label“ Auf der einen Seite gut, weil uns genau das auch wieder den Arsch retten wird. Auf der anderen Seite jedoch, sind es heute genau jene egomanischen Arschgeigen aus den 80ern, welche ihre Ichsucht dann noch mit Koks in den 90ern perfektionierten, die heutzutage in öffentlichen Ämtern und dergleichen herumlungern, obwohl ich mich frage, wie die da hingekommen sind…..

Egomanische Mitläufer waren mir schon immer zuwider !!!

#DadaDA. Das ist das Fazit. Und wenn ich mich allein auf den Alexanderplatz stelle und in einen Smart kacke. Draussen tobt der Krieg, nur „du“ hast es noch nicht mitgeschnitten. DU bist Schuld. Du und deine domestizierten Mitgefangenen im Kulturknast Deutschland/Berlin.
It´s only in your head. Aber it´s only aber sowas von total krass „in your head“, dass die Erde bald den Regelkreis schalten word, weil sie keinen Bock mehr hat auf Menschen. Ich hatte heute schon eine Unterhaltung, in der ich sagte, dass es mich nicht wundert, wenn Kinder, die früher „No future“ gebrüllt haben, heute in leitenden Positionen, kein Gespür mehr haben für Fukushima und die Folgen.  Eine grausame, aber immens verbindliche „innere Logik“…
Ich merke, ich fange an, mich zu wiederholen. Ich habe den ganzen Lex mit Beuys und dem erweiterten Kunstbegriff und wie man es schaffen kann, aus der Kultürlichkeit zurück in die Natur zu finden, explizit in meinem Essay „Widukind“ beschrieben. Da kann man es nachlesen, wie sich Kunst zur Waffe machen lässt, da es um Wahr-nehmung geht.

Hier fühle ich mich gezwungen , einen Schritt weiter zu gehen. Hiermit hänge ich meinen Arsch nun offiziell aus dem Fenster:

ARTS AGAINST CULTURE !

Kunst ist keine Ideologie ! Kunst ist ein Metabolismus. Kunst ist ein natürlicher Vorgang, weshalb er nicht zu gefallen braucht, oder unbedingt kreativ sein muss. Alles ideologische ist kulturisch, somit korrumpiert im Sinne der Kunst. Kunst darf alles , muss alles und soll alles. Aus dem Moment des Entstehens, so frei und ziellos, als würde man sich ins Bett legen um zu schlafen, ohne zu wissen, ob und wann man eingeschlafen ist. Einfach so. Jenseits von Konzept, Sozialisation und Geschäft.

Ich bitte meine Kollegen, dies zu berücksichtigen.

Wahre Dinge kann man eben nicht mit Geld bezahlen und Haltung erst in der Not zu entwickeln ist leider zu spät……..

Lebt !!!! Jetzt !!!!

Endlich ein Mensch.

Ich sehe dir in dein Angesicht siehst du dann her  siehst du mich dennoch nicht.
Ich geb mich her für so viel mehr und mach mich leer  für dich.
Du sagst was auf und legst was  drauf  bekommst Applaus und gehst nach Haus und aus und raus.

Komm lass uns leben, geben, das mindeste erleben. Lass uns beben, streben, im stehen, liegen, heben…
Lass uns den Sinn auch selbst bestimmen, jeden Berg erklimmen, jedes Ziel erreichen und Firmamente streifen.
Lass uns segeln, mit den Winden in das weite Meer. In den Seelen, ohne wenn und aber, keine Fehler finden und dann lachen und Liebe machen.
Lass uns frei sein, weich sein und dabei stinkreich sein an Farben und Freude und tausend fette Beute,
nur heute nur heute und heute und keine irgendwelche Leute…

Keine Lüge betrügt uns, keine Leiche im Keller erstickt uns  umso schneller,  kein weil und warum verdrehen uns das Morgen.
Kein Gedanke ist zwischen Klinge und Hand, keine Gabe könnte das jemals ermessen, was es heisst beflissen zu sein, nicht beschissen zu sein, nicht unfrei sondern zumindest bemüht, erblüht, begrünt und begründet.
Positiv bestärkt empfindet es, lindert es, vermittelt es, was es heisst, endlich ein Mensch zu sein.